Genre

Was uns wichtig ist

 

Kinder und Jugendliche lesen eher keine Sachbücher – es sei denn echtes Interesse ist geweckt. Und wir möchten Kinder auch nicht über ihren Schulalltag hinaus mit Fachwissen und Informationen bedrängen. Sie arbeiten schon genug mit ihrem Verstand.
Doch wie ist es, wenn sie sich begeistern, lieben, was sie erleben und beim Lernen eine gute Zeit haben? Dann sieht das schon ganz anders aus.
Kinder – wenn sie nicht durch (all)gemeine Bildung übersättigt sind – lernen sehr gern und sind häufig äußerst neugierig, wenn es um psychologische Zusammenhänge, Persönlichkeitsbildung, soziale Mechanismen, ja sogar um spirituelle und philosophische Themen geht… es kommt natürlich darauf an, WIE man ihnen diese Themen nahe bringt.
Informationszuwachs ist noch lange nicht Bewusstseinserweiterung.
Wir haben für die Geschichte von Zarah in der Unterwelt das Genre „Sach-Roman“ geschaffen, und probieren damit etwas Neues.
Das Feedback von Wissenschaftlern wie Gerald Hüther, 15-jährigen Jungs oder Erwachsenen und renommierten Künstlern spricht deutlich für ein Gelingen.

Ob wir belehren wollen? Nein. Wir möchten bewusst machen. Es bereitet Freude, die Oberfläche der Konventionen zu durchschauen und die Welt fühlend zu erfassen, wie ein Kind das tut, bevor sein Verstand allgemeingültige Interpretationen übernommen hat.
Vor allem möchten wir aufzeigen:
Eine neue, unschuldige Perspektive auf das Normale zum einen; und zum anderen neue, geistreiche und liebevolle Ansätze, die es bereits gibt, derart beschreiben, das deren Wert fühlbar und erlebbar wird.

Es wäre sicher bereichernd, wenn auch ein Verlag den Mut hat, ein Buch zu veröffentlichen, das weder eindeutig Sachbuch noch klassischer Jugendroman ist.
Üblicherweise brauchen Geschichten Dramen, letztlich emotionalen Schmerz und Angst, damit ein Abenteuer seinen Lauf nimmt. Es muss ein Antagonist / das Böse überwunden werden, damit am Ende die Erlösung darin besteht, dass der Schmerz aufhört, weil sich die Normalität wieder einstellt. Doch darin entfaltet sich kein Potenzial – ein zuerst geschaffenes Leid wird lediglich wieder aufgelöst.
Worauf wir hinaus wollen, ist folgendes: Wenn wir die Schattenseiten aufzeigen möchten, die der Orientierung am Normalen und Konformen, der Anpassung am Gewohnten innewohnen, dann kann in unserer Geschichte eben jene unhinterfragte Normalität nicht als Erlösung herhalten. Das Potenzial eines Kindes (eines Menschen) ist so viel mehr, als sich in einer gemütlichen Nische in der Mittelmäßigkeit niederzulassen.
In unserem Buch geht es der Hauptfigur also gut. Sie hat keine Not, es gibt keinen Gegenspieler, keine Feinde. Diese Geschichte bedient sich nicht emotionaler Angst und Schmerz, um Spannung zu erzeugen. Die Faszination und Spannung kommt durch die Entdeckung eines liebevollen, das Vordergründige durchschauenden Blickwinkel auf alles, was wir zu kennen glauben, aus. Das bisherige Feedback macht deutlich, dass die Geschichte auch ohne Angst, permanent spannende Unterhaltung ist. Bewusstsein und Erkenntnisse sind im Unterschied zu Information immer spannend, weil es uns unmittelbar betrifft. Es kann das Leben von Heranwachsenden erleichtern, noch bevor sie zu normal-neurotischen Erwachsenen geworden sind. Denn Kinder und Jugendliche stehen unter enormen Druck – auch hier in der ersten Welt. Wäre es nicht so, gäbe es kein Verlangen danach sich von der dritten Welt abzugrenzen, keinen Leistungsdruck, Konkurrenz, Spielsucht, Einkaufszwang und wir würden unseren Kindern nicht die „Werte“ mit auf den Weg geben wollen, die uns selbst nicht zu einem von Herzen erfülltem Leben geführt haben. Letztlich wirft dieses Buch die Frage auf: wie möchtest DU wirklich lieben, leben und lernen – Du auf Deine Weise?

Alles über das Buch